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     Letzte Aktualisierung: 21. 10. 18


 


Epikur

"Scheues" Philosophengenie (341-270 v. Chr.) aus Griechenland

Epikur hat aufgrund seiner Zurückgezogenheit nicht den ihm zustehenden Ruhm erlangt. Stattdessen wurde und wird ihm und seinen Anhängern zu Unrecht Genussucht vorgeworfen, nur weil für ihn der Genuss oder die Lust das höchste Ziel war und ist. Was aber bedeutete Genuss für Epikur? Es ist nicht etwa die kurzfristige Einzellust, sondern das langfristige Freisein von Schmerzen. So isst er einen Apfel oder ähnliche Leckerbissen nicht wegen des Geschmacks (dieser Genuss vergeht innerhalb von Sekunden) sondern wegen des langandauernden Gefühls des Sattseins oder zur körperlichen oder geistigen Kräftigung, also wegen der positiven Wirkung des Essens. Diese positive Wirkung würde das Essen aber verlieren, wenn man es übertreibt (und Magenschmerzen bekommt oder zu dick wird). Deshalb fordert Epikur, sich zu mäßigen bzw. das rechte Maß zu beachten. Um dieses aber zu finden, bedarf es der Vernunft, der Haupttugend, aus der, laut Epikur, alle anderen Tugenden entspringen.
Die Belohnung für die von Epikur angepriesene Lebensweise ist die Ataraxie (Heiterkeit des Gemüts, Seelenruhe). Um diese nicht zu gefährden, sollte man sich dem öffentlichen, politischen Leben fernhalten (was allerdings auch negative Folgen haben kann: s.o. zur Zurückgezogenheit) und stattdessen Freundschaft und Geselligkeit pflegen.


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epikur

 

Der Literaturminister rät: Trauen Sie keinem Zitat, das Sie nicht selbst aus dem Zusammenhang gerissen haben.